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Woran Sie erkennen, dass bei Ihrem Gesprächspartner der Stresspegel steigt!

Ein guter Kontakt zu Ihrem Gegenüber ist die elementare Basis, damit ein Gespräch gelingt, sei es in einer Kundenberatung, in einem Mitarbeitergespräch oder auch in der Partnerschaft. Wenn der Stresspegel bei Ihrem Gesprächspartner steigt, ist das ein wichtiger Warnhinweis dafür, dass er oder sie anfängt, sich unwohl zu fühlen. Hier gilt es dann gegenzusteuern. In manchen Situationen, wie zum Beispiel in einem Coaching oder einer Therapie, ist das Erkennen von Stress-Signalen aus noch einem anderen Grund wichtig: sie sind ein Hinweis auf Themen, die eine höhere emotionale Ladung haben und die damit genauer betrachtet werden sollten.

Doch woran erkennen Sie, dass etwas Ihr Gegenüber stresst? Ein Signal dafür, dass der Stresspegel einer Person steigt, ist die Zunahme von Beruhigungsgesten, auch Adaptoren genannt. Davon gibt es drei verschiedene Arten:

    1. Selbst-Adaptoren
    1. Objekt-Adaptoren
    1. Fremd-Adaptoren


Alle drei Arten haben etwas mit Berührung zu tun. Denn Berührung beruhigt. Nicht umsonst hält man die Hand einer anderen Person, wenn diese aufgeregt ist. Der Unterschied zwischen den oben genannten drei Arten besteht im Objekt der Berührung.

Die Selbst-Adaptoren: Darunter verstehen wir die Art von Beruhigungsgesten, bei denen sich eine Person selbst berührt. Beispiele: Kratzen im Gesicht, Lippen lecken, mit den Händen spielen, das Streichen der Handinnenflächen über den Oberschenkel.

Die Objekt-Adaptoren: Hier berührt man nicht sich selbst, sondern ein "Objekt". Beispiele: das "Spielen" mit einem Kugelschreiber, der Brille oder einem anderen Gegenstand; der Griff zum Glas, um etwas zu trinken.

Die Fremd-Adaptoren: Hier wird eine andere Person berührt, zum Beispiel durch das Halten einer Hand.

Trainieren Sie Ihren Beobachtungsmuskel und registrieren Sie das "normale" Verhalten (in einer möglichst neutralen Situation) einer Person. Denn um zu beurteilen, ob der Stresspegel steigt, müssen Sie darauf achten, ob die Beruhigungsgesten zunehmen. Eine Zunahme im Vergleich zum Normalverhalten bedeutet: der Stresspegel geht hoch. In manchen Situationen können zunehmende Adaptoren auch ein Zeichen von Langeweile sein.

Der nächste Schritt besteht dann darin, den Stress-Auslöser zu identifizieren, um die Gesprächsführung entsprechend anzupassen: der Stress kann durch irgendetwas im Gespräch oder auch in der Situation ausgelöst worden sein (Worüber wurde gerade gesprochen? Was ist passiert?). Es ist aber auch möglich, dass die Person gerade an etwas gedacht hat, das sie beunruhigt.